Bilder vom Hungermarsch 2019

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Unser Projekt 2019 stellt sich vor

casayohana – Wege zurück ins Leben – Bau eines Zentrums für behinderte Kinder und misshandelte Frauen in Andahuaylas, Peru

Casayohana schützt und hilft behinderten Kindern und Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, und ermöglicht therapeutische Angebote im Hochland der Anden im Großraum Andahuaylas/Peru.

Schon jetzt arbeitet ein Team eng mit Behörden, Kirchen und einheimischen gemeinnützigen Einrichtungen (NGOs) zusammen, um eine kulturnahe, praktikable und nachhaltige Hilfe zu leisten auf Grundlage eines christlichen Menschenbildes.

Um noch gezielter und nachhaltiger helfen zu können, braucht die Arbeit aber ein Zentrum, das nun gebaut werden soll. Ein Grundstück konnte bereits erworben werden. Dieses Zentrum Casayohana soll soll die Möglichkeit bieten, in eigenen Therapie- Beratungs- und Schulungsräumen auch stationär zu arbeiten. Und das Zentrum soll auch Schutzräume für missbrauchte und misshandelte Frauen und und für behinderte Kinder bieten.

“Wir helfen Kindern mit Behinderungen und geben ihnen eine Stimme in der Gesellschaft:
Wir besuchen die Kinder in ihren Familien und Lebensumständen.
Nach gründlicher Anamnese und in Absprache mit den Eltern und legen wir fest, wie wir gezielt helfen und fördern können.
Wir stellen Grundnahrungsmittel, Babynahrung, Hygieneartikel, Medikamente etc. bereit.
Wir ermöglichen eine fundierte Diagnostik und auf das Kind konkret abgestimmte Therapien.
Wir leisten gesundheitliche Aufklärung. In den Bereichen Krankheitslehre, Pflege, Ernährung und Therapie beraten wir Eltern und Pflegende und leiten sie darin an.

Wir machen uns stark gegen sexuellen Missbrauch und häusliche Gewalt.
Wir wenden uns an Frauen und Kindern und bieten ihnen Hilfe und einen Ort der Zuflucht:
Wir begleiten Opfer und bieten therapeutische Hilfe zur Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse.
Wir unterstützen bei Behördengängen.
Wir ermöglichen Mediationsgespräche bei Ehepaaren bzw. Familien.
Wir bieten Schulungen in den Bereichen Ernährung, Hygiene, Gesundheit, Kultur, Selbstbewusstsein und Recht – besonders Frauen und Kinderrechte.
Wir leiten zur Selbstversorgung und Zukunftssicherung an, u.a. in den Bereichen Gastronomie und Kunsthandwerk.”

43. Ökumenischer Hungermarsch Böhl-Iggelheim am 14. Oktober 2018

„Medizinische Erstausstattung für eine christliche Krankenstation in Engare/Tansania“

Ausführliche Informationen zum Projekt

1. Das Projekt

„Medizinische Erstausstattung für eine christliche Krankenstation in Engare/Tansania“

2. Unser Projektpartner in Tansania

Die Pfarrei in Engare  wurde bis 2016 von Father Dr. Gabriel Msuya (Holy Spirit Fathers) geleitet, bevor er von seinem Orden nach Latisana/Venetien/Norditalien gesendet wurde. Pfarrer Msuya versteht sich als sog. missionary priest, der seine Heimat und seinen Orden liebt, aber gerne für eine weltweite Verwendung zur Verfügung steht. So hat Father Msuya in Tansania und Rom studiert und neben vielen Tätigkeiten im seelsorgerischen, aber auch administrativen Bereich daheim in Tansania,  in Österreich, Italien und den USA als Priester gearbeitet.

Auch als Helfer bei den Informationsveranstaltungen hat Father Msuya bereits bei den Hungermärschen 2006 („Wir helfen lernen. Bau eines Schülerwohnheims in Moshi/Tansania“) und z. T. auch 2012 („Wir helfen lernen. Bau einer Schulküche in Kibada/Tansania“) mitgewirkt. Somit kennt Father Msuya nicht nur die Hungermarschaktion sehr gut, sondern vor allem auch die genauen Gegebenheiten und Menschen in Engare, weil es sich ja um seine ehemalige Pfarrei handelt.

3. Unser Gewährsträger vor Ort und in Deutschland

„Apostolische Lebensgemeinschaft der Priester im Opus Spiritus Sancti“, im afrikanischen Volksmund kürzer „Holy Spirit Fathers“ genannt. Sie wurde vom deutschen Pfarrer Bernhard Bendel (Bistum Limburg) im Jahr 1974 gegründet und engagiert sich besonders im sozial-caritativen Bereich: in der Leitung medizinischer Einrichtungen sowie für Bildungseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen. Für das Heil der Menschen setzen sich die Mitglieder der Gemeinschaft nicht nur auf pastoraler Ebene, sondern konkret im Kampf gegen die Armut für ein diesseitiges Leben in Würde ein.

4. Tansania in Daten und Fakten

Gesamtfläche:

945.000 Quadratkilometer, also ca. die 2,5-fache Fläche Deutschlands

Einwohner:

Ca.  53.470.420 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 2015)

Hauptstadt:

Dodoma – die wichtigste und größte Stadt ist allerdings Dar-es-Salaam

Landessprachen:

Englisch, Kisuaheli und viele andere

Religionen:

Ca. 60% Christen, 35% Muslime und der Rest, andere, v. a. Animisten

Bevölkerung:

Es gibt 120 ethnische Gruppen und 52 Einwohner pro Quadratkilometer; man geht davon aus, dass von 1.000 lebend geborenen Kindern 231 ihr fünftes Lebensjahr nicht vollenden.

Geographische Lage der Gemeinde Engare:

Engare liegt im Distrikt Siha in der Region Kilimanjaro. Engare hat verstreut ca. 34.000 Einwohner, darunter viele Migranten und Nomaden – u. a. aus Ruanda, Burundi oder auch Kenia.

5. Situation im medizinischen Bereich in Tansania

Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 75 auf 1000 Geburten, die Müttersterblichkeit bei 95 auf 10.000 Geburten. Ungefähr 43% der Geburten können medizinisch betreut werden.

Immerhin ist die durchschnittliche Lebenserwartung auf knapp über 65 Jahre gestiegen.

Im Jahre 2015 waren ca. 32,3% der Bevölkerung unterernährt – ungefähr 66.000 Tansanierinnen und Tansanier litten an der Tropenkrankheit Malaria, ca. 5 % der Menschen vor Ort gelten als HIV-positiv.

6. Ausführende

Father Gabriel Msuya, Tansania, der aktuell bis Ende 2019 wieder in Norditalien weilt  und somit leichter erreichbar ist.

Familien Endres/Mutterstadt (je nach Gesundheit) und Endres-Burkhardt/Dannstadt (letztere beim letzten Afrika-Aufenthalt im Sommer 2014 selbst mit Pater Gabriel in Engare vor Ort)

7. Hier wollen wir helfen

Das Krankenhaus in Engare wurde (als Gebäude) in katholischer Trägerschaft von einem anderen Geldgeber errichtet. In der Gegend gibt es viele Arbeitsmigranten und arme Einheimische, die von weit herkommen, um jenes Haus zu nutzen. Allerdings ist die Ausstattung noch sehr rudimentär. Es fehlen notwendige Gerätschaften wie ein Röntgen- oder Ultraschallgerät. Wenn z. B. diese Ausrüstung angeschafft werden könnte, würde man den Menschen vor Ort einen großen Dienst erweisen und den vorhandenen OP-Saal erst zur vollen Funktionstüchtigkeit verhelfen. Gleichzeitig könnte man die Qualität der Schwesternausbildung steigern, da das Krankenhaus dann nicht nur für erste Notversorgungen, sondern auch für weiter reichende Behandlungen nützlich wäre, so dass auch Aus- und Fortbildungen für Schwestern und anderes Personal vor Ort (und nicht nur in weit entfernt liegenden Krankenhäusern) möglich wäre. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt  ca. 55.000 Euro (laut Pater Gabriel).